Reis(e)updates aus Südostasien

Reiseberichte aus verschiedenen Ländern

 
08November
2019

Nam Dinh & Hanoi, Vietnam

Meine letzten Tage in Vietnam waren nun angebrochen. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Ich hatte noch 6 Tage in Vietnam. Vier davon habe ich in Nam Dinh verbracht. Ich hatte da einen Couchsurfing-Platz. Couchsurfing bedeutet, dass man einen Schlafplätze bei jemandem bekommt und dann da kostenlos schlafen kann. Doch mein Couchsurfing-Platz war etwas anders. Dazu später. Ich fuhr mit dem Bus in die Stadt Nam Dinh und wurde dort abgeholt und zum Funny English Club gebracht. So hieß das Haus, wo ich die nächsten Tage verbrachte. Dort habe ich mir ein Zimmer mit einem koreanischen Russen 😂geteilt.

Doch was war das für ein Ort? Und zwar haben sich einige jungen Leute zusammengetan und haben es sich zur Aufgabe gemacht Kindern und jungen Erwachsen bzw. eigentlich jeden der möchte Englisch beizubringen. Das ganze war also keine wirkliche Schule, sondern eher ein Club, wo Leute freiwillig hinkamen. Couchsurfer waren gern gesehen, da sie mit den Schülern englisch reden können und so ihr Englisch verbessern können und auch ihre scheu verlieren. Der Unterricht hat 2 mal am Tag stattgefunden, um 17 Uhr kamen die kleinen Kids (6-10 Jahre) nach der eigentlichen Schule und um 19:30 Uhr die Älteren. Natürlich hatten die Kleinen schon einen langen Tag hinter sich, dementsprechend war auch ihre Konzentration. Trotz langen Tagen hatten sie noch sehr viel Energie. Generell waren alle sehr energisch und laut. Ich habe mich dann immer vorgestellt und Fragen beantwortet und gestellt. Die Kinder waren echt niedlich. Am meisten hat mich eine 6 jährige, die gerade erst eingeschult wurde, beeindruckt. Sie konnte schon hintereinander weg schreiben, hielt den Stift perfekt und war generell schneller als die 10 jährigen.

Meine „Arbeit“ bestand also aus ein paar Stunden englisch reden am Tag. Das spiegelt im übrigen auch ganz gut das Leben von den Lehrern und Organisatoren im dem Club wieder. Es geht denen nicht drum groß Geld zu verdienen und sich viel leisten zu können. Hauptsache sie kommen um die Runden und haben dafür lieber eine tolle Zeit. Die Leute haben teilweise den ganzen Tag in dem Club verbracht, mittags etwas zusammen gekocht und danach einen Film geschaut und bissl gebutzelt und früh oder nachmittags ging’s zu einem der vielen Coffeeshops. Ab und an wurden noch einige Sachen für den Ausflug am Sonntag geplant.

Ich hab die Zeit sehr genossen, mal ein paar Tage ein bisschen Alltag ohne den Drang zu haben etwas anschauen zu müssen bzw. Kein schlechtes Gewissen zu haben mal nichts zu machen. Weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann, aber wenn man immer auf Achse ist, von Hostel zu Hostel, dann ist es schön mal ein paar Tage etwas ruhiger zu verbringen.

Die Stadt war auch toll, auch wenn es nichts spezielles zu sehen gab. Ich habe in den Tagen nicht einen anderen Tourist gesehen. Das habe ich so genossen. Hier konnte man das richtige Vietnam erleben. Niemand wollte dir etwas verkaufen oder hat dich gefragt ob man ein Taxi braucht. Wie schon gesagt ging das Leben hier viel langsamer als z.B. Daheim. Auf Dauer wäre mir das nichts, aber für ein paar Tage einfach toll. In der ganzen Stadt gab es tolle Coffeeshops. Die haben gar nicht zum Rest gepasst. Sie sahen alle sehr hipp aus und etwas europäisch. Tanh (das war die Frau mit der ich geschrieben hatte über Couchsurfing) hat mich zu einigen tollen Coffeeshops gebracht und immer etwas tolles für mich bestellt, was ich unbedingt probieren sollte. Generell war sie super nett und wir haben uns toll unterhalten. Coconut Coffee war mein Lieblingsgetränk. Aber auch Egg Coffee war sehr lecker.

Am Samstagmittag haben wir zusammen Fried Springrolls gemacht und sie haben mir gezeigt, wie man das zubereitet.

Nachdem die letzte Klasse gegen halb 10 fertig war, sind wir jeden Abend nochmal in die Stadt. Einmal, um Streetfood zu essen und das andere Mal waren wir bei Tanh daheim. Wir saßen zu 8 vor ihrem Haus auf Plastestühle auf der Straße und haben verschiedene Snacks gegessen und Bier getrunken. Ich musste lachen, weil ich dran denken musste, wie es wäre, wenn man in Deutschland sich in der Stadt mit ein paar Leute auf Plastestühlen vor sein Haus auf den Gehweg setzen würde und da einen gemeinsamem Abend verbringen würde 😂

 

Am Sonntag haben wir einen Ausflug mit den Kids nach Tam Coc gemacht, wo ich vor ein paar Wochen schon mal war. Die Kids sollten mit Ausländern englisch reden und einfache Fragen stellen. Insgesamt waren es 40 Kids. Der Tag war echt schön und lustig, aber auch sehr sehr anstrengend 😂. Am Abend  waren die Lehrer und Organsisatoren noch gemeinsam essen. Es gab Hot Pot, eine Art Fondue. Das war ein toller Abschluss von meiner Zeit im Funny English Club. Es war eine tolle Zeit und ein schönes Gefühl mal etwas zurückzugeben.

Am Montag bin ich dann nach dem Mittag nach Hanoi gefahren. Zurück im Trubel und Stress einer Großstadt. Doch diesmal empfand ich die Stadt anders, als beim ersten Mal. Man kann schon fast sagen, dass ich die Stadt mochte. Ich bin 2 Tage ca. 40 km durch die Stadt gelaufen, mehr oder weniger planlos. Ich war im Militärmuseum. Das war ganz ok. Eigentlich war in Vietnam das letzte Jahrhundert nur Krieg. Dann bin ich mit einer Free Walking Tour mitgelaufen. Da waren wir auf dem Markt. Da gab es u.a. eine Million Klamotten. Das ist einfach der Wahnsinn, wenn man das so sieht, wie viele Klamotten produziert werden. Der Markt glich eigentlich eher einer großen Müllhalde.. und wenn man dann bedenkt, wie viele solcher Märkte in Südostasien existieren... und das ist nur ein kleiner Teil auf der Welt. Außerdem haben wir etwas ziemlich verrücktes gemacht, was man in Europa nie machen würde. Wir sind auf eine verrostete Brücke gelaufen, wo neben Autos auch die Bahn gefahren ist. An einigen Stellen konnte man auf die Schienen klettern. Wirklich runterfallen konnte man eigentlich nicht, aber es war trotzdem ziemlich  abenteuerlich. Die Location wird auch für professionelle Shootings genutzt. Wir hatten noch ca. 10 Minuten bis der Zug kam 😂sehr aufregend. Jedenfalls alles gut gegangen und alle waren von den Schienen runter als der Zug kam.

Der Verkehr in der Stadt ist der Wahnsinn. Aber wie überall in Vietnam muss man einfach laufen und am besten nicht hingucken. Das ging auch immer gut. 😂.

Das Stadtbild war ziemlich interessant. Wie bereits gesagt sind die Häuser immer sehr schmal, dafür aber sehr lang und unterschiedlich hoch. Außerdem gibt es immer kleine Läden, wo man immer nur eine Sache bekommt, z.B. Gibt es Läden wo es nur Verpackungsmaterial, Weihnachtsdeko, Kochtöpfe, Unterwäsche etc. gibt. Also es gibt nur selten Läden, wo man verschiedene Arten von Artikeln bekommt. Außerdem laufen überall Frauen rum mit Fahrrädern voll mit Obst und Gemüse. Aber schaut einfach selbst:

Ich bin nun wieder  in Thailand. Aber dazu mehr das nächste Mal.

31Oktober
2019

Sapa - Ha Giang - Cat Ba - Vietnam

Hallo ich Lieben, hier kommt ein neues Update von mir.

Sapa (22.10.-24.10.)

In Sapa angekommen, haben wir zunächst unser Hostel bezogen. Leider war das Zimmer sehr feucht und dadurch auch komplett voller Schimmel.. hmm super.. Eigentlich wollten wir nur noch was essen gehen und dann ab ins Bett, aber auf dieses Bett haben wir uns natürlich nicht gefreut.

Am nächsten Tag wurden wir früh von unserer „Mama“ abgeholt. Unser großer Rucksack wurde von ihrem Mann schon zum Homestay in den Bergen transportiert. Dan begann auch schon unsere Wanderung zu ihrem Dorf, wo wir eine Nacht verbringen werden. Es war recht frisch, aber wir hatten Glück und an diesem Tag hat die Sonne geschienen und so wurde es recht schnell wärmer. Zu dem Zeitpunkt waren wir nur zu dritt. Der Aufstieg war relativ anstrengend. Vor mir ist sogar eine sehr giftige Spinne auf dem Weg lang gekrabbelt. Das erste Mal, dass ich eine giftige Spinne auf der Reise gesehen habe. Nach einem anstrengenden Aufstieg sind wir auf einige andere Gruppen gestoßen. Gemeinsam sind wir durch Dörfer gewandert und haben die bekannten Reisterassen gesehen. Auch sind wir zwischen den Reisterassen lang gelaufen. Ein Schritt daneben und man hätte bis zum Knie im Schlamm gestanden. Diesmal haben mich meine Schuhe aber nicht im Stich gelassen und ich bin nicht reingerutscht. Der Reis war allerdings schon abgeerntet, trotzdem sah es schön aus. In den Reisfeldern sind Wasserbüffel rumgelaufen. Die Leute aus dem Dorf haben ihre traditionelle Kleidung getragen, leider aber nur für uns Touris. Auch kamen ständig Kinder und Erwachsene, die uns selbstgestickte Sachen verkaufen wollte. Es sah alles toll aus, aber ich konnte es nicht gebrauchen und mit der Zeit wird das schnell nervig. In unserem Homestay angekommen, haben wir uns etwas ausgeruht. Ich bin noch eine Runde durch das Dorf gelaufen und habe die Einheimischen bei ihren Arbeiten beobachtet. Frauen stickten die traditionelle Kleidung, viele bereiteten schon ihre Kleidung für das Chinesische Neujahrsfest vor, welches hier gefeiert wird. Kinder spielten und Männer saßen in der Runde zusammen und rauchten irgendwas durch ein riesiges Bambusrohr. Es wirkte als würde hier die Zeit viel langsamer vergehen als irgendwo anders. Außerdem haben wir bei der Zubereitung des Abendbrots geholfen. Das war sehr lecker. Danach gab es natürlich wieder Happy Water 😂

Am nächsten Tag war das Wetter leider bescheiden. Es war sehr neblig und feucht und ab und zu hat es geregnet. Wir könnten also keinen Ausblick in die Berge genießen. Trotzdem hat das Wandern Spaß gemacht. Diese neblige Stimmung hatte irgendwas. Leider waren die Temperaturen sehr, sehr kalt, also eigentlich so ca. 17 grad, aber ich war die letzten Wochen 30 + gewöhnt und habe so sehr gefroren. Ich hatte sämtliche Klamotten an. Allerdings war nicht nur ich nass, sondern auch alle Sachen in meinem großen Rucksack waren eklig feucht. Das war ein Spaß. Am frühen Nachmittag waren wir zurück in Sapa und ich musste noch einige Stunden auf meinen Nachtbus warten. Ich ging mit 2 Mädels aus London in ein Café. Wir hatten ein paar coole Gespräche. Und wir fanden raus, dass wir zur selben Zeit in Nordthailand sein werden, also werden wir uns da wieder sehen. So witzig.

Ha Giang (25.10.-27.10.)

In Ha Giang startete eine Motorrad Tour, die ca 350 km lang ist und bis in den äußersten Norden von Vietnam, an die chinesische Grenze führt. Für mich stand fest, dass ich diese Tour gern machen wollte, allerdings wusste ich nicht, ob ich selbst fahren will oder einen Easyrider nehmen soll (einer der für dich fährt und man sitzt quasi hinten drauf). Die Strecke war nicht ohne und ich hab keinen Führerschein für ein Moped über 50ccm. Allerdings macht selber fahren viel mehr Spaß. Nur wenn was passiert ist’s halt blöd..

Im Nachtbus angekommen, hoffte ich andere Leute kennenzulernen mit denen ich evtl die Tour zusammen machen konnte. Ich hatte weder ein Hostel noch sonst irgendwas gebucht. Ich wusste nur, dass ich um 4 in der Nacht dort ankommen würde und die Hostels auf haben und man eine Nacht kostenlos da schlafen kann. Ich lernte einen aus Malaysia kennen und wir gingen dann auch zusammen ins Hostel. Auf der Fahrt hatte ich erfahren, das ein Mädel, dass ich in Hoi An kennengelernt hatte, auch am selben Tag die Tour starten wollte, wie ich. Sie hatte allerdings schon ihren Easyrider gebucht. Ich entschied also am nächsten Tag zu ihrem Hostel zu gehen. Als ich da ankam, stellte sich heraus, dass Mamas Homestay 2 Standorte hatte und ich quasi dort war wo sie nicht war. Ach ja. Dann lernte ich 2 Norweger kennen, die ebenfalls die Tour heute starten wollten und auch eine Freundin in dem anderen Standort hatten.

Um mich leichter zu entscheiden,ob ich nun selbst fahren will, bin ich einmal kurz Probe gefahren und habe die Gangschaltung getestet. War echt easy. Naja, ich dachte nicht mehr allzu viel drüber nach und entschied einfach selbst zu fahren. Gemeinsam mit den Norwegern führen wir zu dem anderen Homestay. Dort waren noch 4 andere Leute und Zack waren wir eine Gruppe. 2 Norweger, ein Engländer und ich sind selbst gefahren und die 3 holländischen Mädels hatten je einen Fahrer. Ich war also das einzige Mädel, was selbst gefahren ist. Dadurch, dass die 3 Mädels einen Fahrer hatten, konnten wir uns kostenlos anschließen und hatten quasi einen Guide und somit auch 3 Locals dabei, falls wir in eine Polizeikontrolle geraten sollten oder falls sonst irgendwas passieren sollte. Damit hab ich mich relativ sicher gefühlt. Es hatte also geklappt. Ohne Plan hin und nach einiger Zeit hatte ich meine Gruppe gefunden. Es konnte also losgehen.

Die Strecke:

Am ersten Tag sind wir 60 km, am zweiten Tag 150 km und am letzten Tag auch nochmal rund 150 km gefahren. Der erste Tag war also noch relativ entspannt, danach wurde es relativ anstrengend. Die Strecke führte Berge hinauf und runter. Die Strecke war ab und zu sehr gut, aber streckenweise auch total miserabel. Man musste also immer aufpassen, da man nie wusste was hinter der nächsten Ecke auf einen wartete. Auch hat es ab und an geregnet. Durch den Schlamm der teilweise auf der Straße war, war es sehr rutschig. Der eine Norweger ist vor mir auf gerader Strecke hingeflogen, weil es ihm das Hinterrad weggezogen hat. Ein Glück ist nichts passiert. Auch mussten wir einem Einheimischen erste Hilfe leisten, er ist hingefallen nachdem ihm ein Stein ins Moped gefolgen war. Also es war wirklich nicht ganz ohne, aber ich hab mich recht sicher gefühlt. Ein, zwei mal bin ich etwas weggerutscht, aber hab es ohne Probleme abfangen können. Ich war echt recht stolz auf mich, bin ja nun nicht die erfahrenste Zweiradfahrerin, aber scheinbar hab ich’s im Blut 👨🏻‍🦳😜

Das schlimmste war eigentlich der Verkehr, denn die Busse und Autos kamen einem in der Mitte entgegen und teilweise musste man sehen, wie man ausweicht. Auch hab ich mich oft nicht getraut zu überholen und war deshalb oft die letzte aus unserer Gruppe. Aber das würde auch von Tag zu Tag besser.

 

Die Erlebnisse

Wir hatten die Tage kein bombenwetter, aber genau deshalb war es so schön. Die Wolken hingen in den Bergen, alles war grün, selbst der Fluss der durchs Tal floss. Die Straße, die sich wie eine Schlange den Berg hinauf geschlängelt hat und die Berge, die von oben bis unten mit grünem Wald überzogen waren, war toll anzusehen. Es war einfach nur wunder, wunderschön. Wir sind durch viele Dörfer gefahren. Die Menschen hier hatten auch ihre traditionelle Kleidung an, allerdings nicht für die Touris, sondern weil es eben da immer noch Tradition ist. Wir haben viele Frauen und Kinder gesehen, die Viehfutter auf ihrem Rücken, teilweise in Körben, transportiert haben, Kinder die Kuh- und Wasserbüffelherden über die Straße getrieben haben und Männer die sämtliche Sachen auf dem Moped transportiert hatten. Das krasseste war ein lebendes Schwein, was liegend auf den Gepäckträger gebunden wurde und einer der 7 m langes Bambusrohr transportiert hatte.

Unsere Homestays auf der Strecke waren schön. Das Essen war lecker und es gab jeden Abend Happy Water (diesmal aus Mais). Lecker ist definitiv anders 😂

An der Stelle lasse ich einfach mal ein paar Bilder sprechen.

Auf jeden Fall bin ich unbeschadet in Ha Giang wieder angekommen. Zwar ganz schön k.o., aber ohne Verluste.

 

Cat Ba (28.10.-31.10.)

Ich bin mit einem Teil der Gruppe vom Ha Giang Loop weiter nach Cat Ba gefahren. Das ist eine Insel in der Nähe von Hanoi. Von hier aus kann man Ha Lan Bay und Ha Long Bay mit dem Boot erreichen. Am Ankunftstag habe ich nichts weiter gemacht, ich war hundemüde und musste mich von der Motorradtour erholen. Am nächsten Tag ging es dann aufs Boot. Wir haben es uns auf einer Liege bequem gemacht und die Fahrt genossen. Die Buchten bestehen aus tausenden kleine und großen Felsen, die im Wasser stehen. Es sieht toll aus. Wir konnten schwimmen und Kajak fahren. Gegen Abend sind wir dann in unserem schwimmenden Homestay angekommen. Quasi ein richtiges Haus mit richtigen Betten nur dass es auf dem Wasser schwimmt. Es hat auch gar nicht groß gewackelt. Das hat mich verwundert. Das Homestay ist nur eins von vielen schwimmenden Häusern in der Ha Lan Bay. Hier gibt ein nämlich ein ganzes Dorf, was auf dem Wasser schwimmt. Die Leute leben hier das ganze Jahr, fangen Regenwasser auf, um es zum duschen etc. zu verwenden und haben vor dem Haus Becken mit riesigen Fischen drin. 2 mal am Tag kommt ein Boot vorbei, wo die Leute alles notwendige zum Leben kaufen können. Unser Guide meinte, dass sie das ganze Jahr auf dem Wasser leben. Die Vorstellung ist der Wahnsinn.

Nach dem Sonnenuntergang sind wir nochmal ins Kajak gestiegen und ein Stück in die finstere Nacht gepaddelt. Danach konnte man schwimmen gehen und das leuchtende Plankton sehen. Das hatte ich zwar schon in Thailand gesehen, aber hier war es viel mehr Plankton, was geleuchtet hat. Das war cool.

Die Nacht in dem Haus war sehr entspannt. Am nächsten Morgen, nach dem Sonnenaufgang und einem Frühstück, sind wir in eine einsame Bucht gepaddelt in der King Kong gedreht wurde. Außerdem dürften wir in einer einsamen Lagune schwimmen gehen. Da waren nur wir und keine anderen Touris. Das war toll.

 

Heute (31.10.) geht es für mich weiter nach Nam Dinh zu einem Couchsurfing Platz. Ich bin sehr gespannt. Dieser Ort ist nämlich mal kein typisches Backpackerziel. Ich werde berichten :) bis bald 

22Oktober
2019

Phong Nha & Ninh Binh & Mai Chau

In Phong Nha sind wir am späten Abend angekommen. Natürlich hatte es auch hier wieder geregnet. Unser Homestay wollte uns von der Busstation abholen. Wir 3 dachten natürlich, dass wir mit dem Auto abgeholt wurden, schließlich regnete es ja. Als ich den ersten Roller gesehen hatte, dämmerte es mir. Also Regencap wieder raus, die sowieso schon nassen Schuhe wieder an und los ging’s. Zum Glück war es nicht weit.

Am nächsten Morgen beim Frühstück schmiedeten wir die Pläne für den Tag. Wir wollten in eine Höhle, das stand fest. Eine organisierte Tour war uns aber viel zu teuer. Da wir zu dritt waren, konnten wir uns relativ günstig einen Fahrer nehmen. Er brachte uns zur Paradise Cave. Die Fahrt dahin führte durch den Nationalpark und hat uns schon beeindruckt. Überall Jungle. Es war soo grün alles. (Ein Vorteil, wenn man in der Regenzeit kommt) Irgendwie sah es aus wie ein riesengroßer Teppich, der die Hügel umhüllte.

Die Höhle selber war der Wahnsinn. Sie war riesig und in der Höhle waren riesige Tropfsteine. So etwas hab ich noch nie gesehen. Wenn man bedenkt, wie langsam sie wachsen und wie groß sie dafür sind. Unbeschreiblich. Die Höhle wurde erst 2005 entdeckt. Wir kamen „nur“ ca 1500 m in die Höhle, insgesamt hat sie eine Länge von 31 km und ist damit die längste Trockenhöhle in Vietnam. In dem Naturschutzgebiet befindet sich auch die größte Höhle der Welt, die habe ich aber nicht besucht. Das Höhlensysteme soll bis nach Laos gehen.

Eigentlich wollten wir nach dieser Höhle noch in eine andere Höhle, die nur mit dem Boot erreichbar ist, aber die war wegen des Regens geschlossen. Daraufhin sind wir in einen Botanischen Garten gefahren, was sich dann als normaler Wanderweg durch den Jungle entpuppte. Natürlich, wie überall in Vietnam, muss man auch hier wieder etwas bezahlen. Zunächst ist man neben einem Bach entlang gelaufen, denn man dann aber überqueren musste. Es gab aber keine Brücke sondern man musste über die Steine laufen, die durch den Regen sehr klitschig waren. Dann meinte ich zu Michelle, dass ich sie filme beim rüberlaufend, vielleicht rutscht sie ja rein. Natürlich ist sie heil drüben angekommen. Dann war ich dran. Ich stieg auf dem ersten Stein, alles fühlte sich gut an, also wagte ich den nächsten Schritt und stand sicher. Ich schaute, wo ich als nächste hin treten sollte, als plötzlich beide Füße gleichzeitig wegrutschten. Zack stand ich im Bach, super 👍. Mal wieder nasse Füße. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß.

An einem Aussichtspunkt hatten wir einen super Blick über den Jungle, natürlich hatte es da gerade wieder richtig geregnet, aber das war uns mittlerweile so egal. Danach sind wir noch zu einem Wasserfall, der durch den Regen richtig viel Wasser hatte und richtig toll aussah. An dem Wasserfall konnte man hochklettern. Ich kam mir bissl vor wie Lara Croft 😂Aber das war echt richtig schön.

Am Abend haben wir in Michelles Geburtstag reingefeiert. In Vietnam bekommt man in den Bars ab und zu einen Luftballon, der mit Lachgas gefüllt ist. Da ich das noch nie gemacht habe, hat mir einer erstmal 3 Minuten erklärt, dass man ganz normal ein und ausatmen muss in den Ballon. Und da ich’s noch nie gemacht hab, sollte ich mich lieber hinsetzen. Als ich anfangen und einatmen wollte , lies ich den Ballon zu schnell los und Zack, weg war er. Wir haben soo gelacht. Typischer Daniela Moment 😂Jedenfalls gab es noch das ein oder andere Bier, sodass wir am darauffolgenden Tag mal nichts groß gemacht haben. Ich habe mein Reisetagebuch mal wieder auf den neusten Stand gebracht und dabei direkt am Fluss gesessen bei Sonnenschein! Ich hab mich gar nicht satt sehen können, die kleine blauen Boote auf dem Fluss und dahinter die grünen Felsen, bewaldet mit Jungle. Dieser Anblick hat mich etwas an die sächsische Schweiz erinnert. Später sind wir in den Ort gelaufen, haben etwas gegessen und Karten gespielt.

Um 21 Uhr ging dann unser Nachtbus nach Ninh Bình. Natürlich kam der Bus mit Verspätung an. Im Bus war es relativ bequem und man konnte sich wieder hinlegen und so auch gut schlafen. Ankommen sollten wir gegen 6 Uhr, aber wir rechneten eher mit um 8. 3:50 Uhr ging plötzlich das Licht an und der Busfahrer schrie Ninh Binh, Ninh Binh. Wir waren völlig verschlafen und auch etwas überrascht. Wir sollten schon da sein?  Tamara hat das erstmal auf Google Maps gecheckt. Tatsächlich wir waren da, allerdings nicht dort, wo wir hätten eigentlich ankommen sollen. Klasse. Natürlich hatte es dazu auch noch schön geregnet. Wir würden von dem Bus mitten in Ninh Binh rausgeschmissen und wortwörtlich im Regen stehen gelassen.😂um uns herum schon wieder 5 Taxifahrer. Achja, es blieb uns nichts anderes übrig als ein Taxi zu nehmen. In der Unterkunft wurden wir zum Glück schon erwartet und konnten auch schon ins Zimmer. Zum Glück. Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, starteten wir in den Tag. Wir haben uns Fahrräder geliehen und sind zu einem tollen Aussichtspunkt gefahren (Hang Mua Viewpoint).

Die Landschaft ist einmalig, die Felsartigen Berge sind sehr steil und befinden sich in einer sonst eher Flächen Landschaf. Auch der Weg dahin war sehr schön und führte durch Reisfelder. Im Moment ist Erntesaison, aber wir hatten Glück, dass wir noch ein paar Felder mit dem tollen grünen Reispflanzen gesehen haben. Im Dorf wurden die Reiskörner teilweise auf der Straße ausgelegt zum trocknen. Wir hatten von unserer Unterkunft die typischen Vietnam Strohhüte bekommen. Sie sahen schön aus, waren aber zum Fahrrad fahren natürlich nicht ganz so praktisch. Ein Windstoß reichte aus und Tamaras Hut flog in hohem Bogen in einen Wassergraben. Aber sie konnte ihn wieder raus angeln 😂

Danach ging’s noch zu einem Tempel. An beiden Stationen mussten wir etwas bezahlen, damit wir unser Fahrrad da abstellen konnten. Typisch Vietnam 😂

 

Am nächsten Tag haben wir eine 3 stündige Bootstour gemacht. Eine Frau hat uns über den Fluss und durch Höhlen gerudert. Der Fluss ist quasi unter dem riesigen Felsen hindurchgeflossen. Durch diese Höhlen konnte man auch mit dem Boot. Auf der Strecke lagen 3 Tempel, die wir besichtigt haben. Danach ging’s noch zur größten Tempelanlage in Vietnam. Eine Sehenswürdigkeit, für die man mal nicht zahlen musste. Die Anlage war wirklich riesig. Wir waren bestimmt fast 3 h da drin und hatten bei weitem noch nicht alles gesehen. Aber der Hunger trieb und zurück in unseren Ort.

Abends waren wir noch etwas trinken und ließen unseren letzten gemeinsamen Abend ausklingen. Ich war etwas traurig, denn es hat wirklich Spaß gemacht mit den beiden zu reisen. Es ist schön von Zeit zu Zeit länger mit jemanden zu reisen, denn mit jedem Tag werden die Gespräche tiefgründiger und gehen über das sonst übliche woher kommst du und wo reist du hin blah blah hinaus. Das tut echt mal gut und wenn die Chemie dann noch stimmt, ist es perfekt.

Ich hätte zwar mit den beiden nach Cat Ba reisen können, aber das wollte ich eigentlich zum Schluss machen, wenn noch Zeit ist. Und ich dachte, dass ich wieder aus meiner Komfortzone rauskommen muss, um neue Leute kennenzulernen und unerwartete Dinge zu erleben.

 

Für mich ging es also am Sonntag nach Mai Châu. Der Weg zum Bus war schon wieder abenteuerlich. Da der Bus Verspätung hatte, wurde ich nicht wie vereinbart abgeholt, sondern wurde auf den Highway gefahren und bin dann mitten auf dem Highway eingestiegen. Ach ja 😂

Generell ist Bus fahren hier besonders. Es wird ständig kurz angehalten und entweder Pakete oder Obst, Gemüse oder Pflanzen ein oder ausgeladen. Leute steigen mitten drin ein und aus. Sie stehen am Highway oder eben an der Straße und geben über Winkzeichen zu verstehen, dass sie mitfahren wollen oder eine Lieferung haben. Jedes Mal wenn die Klappe aufgeht, ist mir das nicht Geheuer, denn ich habe Angst dass mein großer Rucksack einfach mit rausgenommen wird. Da hab ich schon die verrücktesten Sachen gehört.

In Mai Chau in meinem Homestay angekommen, fühlte ich mich gleich wohl. Das Haus ist auf Stelzen gebaut, der untere Bereich ist offen und man hat beim Essen einen tollen Blick über die Reisfelder, oben sind die Schlafbereiche. Leider war ich die einzige in dem Dorm. Ich hatte gehofft schnell wieder neue Leute kennenzulernen. An dem Tag bin ich ein paar Stunden durch den Ort gelaufen und habe sehr viele Fotos gemacht, denn hier ist die Ernte vom Reis noch im vollem Gange.

Mai Chau liegt in einem Tal umgeben von Bergen, die allesamt bis über die Kuppen mit Jungle übersät sind. Als hätte jemand einen Teppich ausgelegt. Toll.

Ein paar Worte zur Reisernte: Die Frauen standen barfuß in dem Sumpf der Reisfeldern und schnitten den Reis bei der Hälfte ab. Danach wurde er in kleine Bündeln gebunden und erstmal liegen gelassen. Die nächste Frau hat dann die Bündel zusammengelegt. Und dann kamen die Männer und haben den Reis auf Schultertragen oder auf Schubkarren herausgetragen. Danach kam eine Maschine zum Einsatz mit der die Körner, also der eigentliche Reis von den Stängeln getrennt wurden. Davon hab ich leider kein Bild.. dann werden die Körner aufgefangen und daheim zum trocknen ausgelegt. Auf den Körnern laufen sie mit ihren Füßen rum und auch Hühner picken dran herum. Die übrig gebliebenen Stängel werden auf einen Haufen geschmissen und verbrannt. Deshalb war es auch sehr dunstig und nicht die beste Luft zum atmen. Die Asche wird dann wieder in den Boden gegeben, quasi als Dünger.

Das war alles total interessant anzuschauen. Könnte ich stundenlang zuschauen und 1000 Fotos machen... wobei hab ich ja auch 😂

Auf dem Weg bin ich auf eine holländische Reisegruppe gestoßen. Auf einen bin ich aufmerksam geworden, denn er hatte zwei teure Kameras bei sich. Es dauert nicht lang, da waren wir im Gespräch. Er hat mich dann noch auf eine Cola eingeladen und mir seine Bilder gezeigt und ich ihm meine. Zum Sonnenuntergang sind wir dann nochmal gemeinsam los und haben ein paar Fotos gemacht. Das war der Moment, wo ich meine andere Kamera vermisst habe. Die Bilder sind gut geworden, aber es hätte noch besser sein können :D aber gut. Zum Reisen ist die kleine Kamera natürlich viel besser. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht sich über das Fotografieren auszutauschen.

 

Am Abend entschied ich doch nur eine Nacht zu bleiben, da es nicht so viel zu tun gab, die Luft so schlecht war und ich gern neue Leute treffen möchte. Da der Bus erst um 14 Uhr fuhr, konnte ich den Vormittag noch nutzen. Ich lieh mir einen Roller und fuhr zu einem Wasserfall. Wer hätte es gedacht, es kostete wieder Eintritt, um den Wasserfall zu sehen. Gleichzeitig liegt aber überall der Müll rum. Aber gut .. Der Wasserfall war sehr schön und da ich so früh dran war, war ich auch die einzige dort. Das war toll. Baden war ich zwar nicht, aber mit den Füßen war ich drin. Danach bin ich noch zu einem See gefahren.

Roller fahren hat wieder super Spaß gemacht. Die Landschaft ist einfach so schön.

Hier war Roller fahren auch kein Problem, da es fast keinen Verkehr gab. Ich musste mich also nur auf die Straße und die Schlaglöcher konzentrieren und auf die Kühe, Hunde und Hühner achtgeben, die ständig über die Straße rannten. Später ging es dann nach Hanoi für eine Nacht. Fortsetzung folgt in nächsten Bericht..

 

 

In Hanoi blieb ich nur eine Nacht, denn ich wollte nach Sapa fahren. Ich hatte Kontakt zu einer Deutschen über eine Facebook Gruppe und wir entschieden, dass wir zusammen nach Sapa fahren wollten. In Hanoi angekommen, war es mir von der ersten Minute an schon wieder zu stressig. Soo ein Verkehrschaos, absolut verrückt. Ich bin immer etwas ängstlich, aber einfach laufen und nicht hingucken ist das Motto 😂mit dem Bus bin ich zum Hostel, das hat überraschend gut geklappt dank Google Maps. Ich bin dann nur noch etwas essen gegangen, es gab zum ersten Mal eine Pizza (es war so teuer für vietnamesische Verhältnisse und die Pizza so klein) aber ich hatte soo Appetit drauf und sie hat geschmeckt. Immerhin. Danach bin ich direkt ins Bett, die Stadt war mir zu laut, zu dreckig und zu stressig.

Über eine Facebook Gruppe hatte ich Kontakt zu einer anderen Deutschen. Wir wollten zusammen nach Sapa fahren. Sie buchte den Bus. Ich kannte sie nicht und sie mich nicht, aber unter Reisenden vertraut man sich irgendwie und macht sich nicht allzu viele Gedanken. Jedenfalls ging das Abenteuerlich Busfahren in Vietnam in eine neue Runde 😂Früh wollte ich wieder mit einem Bus zu Busstation des Busses nach Sapa. Ich bin extra früh los, man weiß ja nie. Und siehe da.. gestern noch Google Maps gelobt, heute schon verflucht. Ich musste dann ein Taxi nehmen, weil ich den richtigen Bus nicht gefunden habe. Das war zwar nicht teuer für 3,40 Euro, aber im Vergleich zum Bus, der 27 Cent gekostet hätte, ärgert man sich trotzdem. Jasmin, die Deutsche, war schon an der angegeben Adresse und meinte, dass da keine Bushaltestelle ist. Super.. Ende vom Lied war, dass diese Adresse an 3 verschiedene Stellen in 3 verschiednen Apps war. Durch Zufall wusste mein Grab Fahrer, wo ich hin musste und hat mich zur richtigen Stelle gefahren. Dann gabs noch Probleme mit unseren Tickets und natürlich hat keiner englisch gesprochen. Am Ende ging trotzdem noch alles gut und wir saßen in einem Bus, der eine halbe Stunde vor der eigentlichen Abfahrtszeit losfuhr.

15Oktober
2019

Hoi An - Vietnam, die Stadt der Laternen

Am Donnerstagabend bin ich nach zwei Flügen und einem nervenraubenden Aufenthalt in Bangkok mit hunderten schreienden, rotzenden und stinkenden Chinesen und Südkoreanern in Da Nang, Vietnam gelandet. Von da bin ich direkt weiter nach Hoi An, ein kleines und sehr besonderes Städtchen in Vietnam. Dies ist Vietnams letzte, echte Altstadt, die während des Krieges nicht zerstört wurde. Die Kolonialhäuser stellen eine Mischung aus französischer, japanischer und chinesischer Kultur dar. Diese Altstadt ist der Wahnsinn. Ich war 4 Nächte in dieser Stadt und bin sowohl am Tag, als auch Abends viel rumgelaufen. Am Abend ist dieses kleine Städtchen wunderschön, denn überall hängen Lampions über den Straßen, man läuft an kleinen, gelben Häusern vorbei und durch kleine Gassen. Im Hostel hatte ich sehr schnell Leute kennengelernt. Am Donnerstagabend war ich mit einem Tauchlehrer aus Krabi, Thailand unterwegs. Er hat mir gleich bisschen die Stadt gezeigt. Außerdem habe ich gegrillte Frösche entdeckt.

Am nächsten Tag sind wir zu fünft (eine Französin, eine Österreicherin, eine Holländerin und einer aus Oelsnitz aus dem Erzgebirge😂) mit dem Fahrrad durch das Umland von Hoi An gedüst. Wir sind zu einem Kokosnuss Dorf gefahren. Hier werden Wasserkokosnüsse abgebaut. Diese sehen etwas anders aus als normale. Aber eigentlich ist dieses Dorf nur Touri Abzocke. Wir haben dort dann eine Bootstour gemacht in Körben durch die Pflanzen. ein kleines bissl wie im Spreewald durch die verschiedenen Wasserstraßen zu fahren. Aber man war da natürlich nicht allein. Es waren sehr viele Chinesen dort. Es hätte echt schön sein können, aber für die Chinesen wurde extra eine riesige Musikbox in die Palmen gestellt und dann ging’s los. Gangnam Style dröhnte über die komplette Plantage und es wurde richtig Party gemacht. Naja. Es war ganz schön zu sehen, aber wurde auch durch die viele Leute kaputt gemacht.

Danach sind wir durch die Reisfelder in denen Wasserbüffel standen, zum Gemüsedorf gefahren. Dort wurde von der Regierung eine Stück Land für den ökologischen und nachhaltigen Anbau von Gemüse und Kräutern bereit gestellt, welches von den Einheimischen bewirtschaftet wird und dann auf dem Markt in Hoi An verkauft werden. Das war ziemlich interessant. Danach ging’s zum Strand, wo wir noch ein paar Stunden gechillt haben. Dann ging’s zurück. Das war ein schöner Tag.

 

Am nächsten Tag habe ich mit der Französin einen Kochkurs besucht. Da haben wir 4 verschiedene vietnamesische Gerichte gekocht. Das hat viel Spaß gemacht. Die Rezepte haben wir bekommen, sodass ich das daheim nach kochen kann. Allerdings werde ich es definitiv nicht so fettig machen.

Außerdem ist Hoi An bekannt für seine Schneider. An jeder Ecke kann man sich massgefertigte Kleider und Anzüge machen lassen. Die ersten beiden Tage bin ich noch drum herum gekommen, doch am dritten Tag habe ich mich dazu entschieden einen Jumpsuite mit verkürzten Beinen und ein Kleid machen zu lassen. Ich hatte etwas Bedenken, dass es am Ende doch nicht schön aussieht, da man ja nur den Stoff auf der Rolle sieht und ich mir das nicht richtig vorstellen kann. Aber am Ende hat alles super geklappt. Mir gefällt es sehr gut. Beide Teile waren innerhalb von nicht mal 24 h fertig. Wahnsinn.

 

Durch die Altstadt von Hoi An dürfen keine Autos fahren. Das ist echt man angenehm, denn der Verkehr hier ist teilweise echt Wahnsinn. Jeder fährt wie er will, beim Abbiegen wird einfach gefahren ohne zu schauen und ich als Fußgänger muss auf der Straße laufen, da die Fußwege mit Essensständen vollgestellt sind oder mit Mopeds. Wenn man über die Straße will, muss man einfach laufen und am besten nicht hinschauen. Denn sobald man hinschaut und die Mopeds auf einen zukommen sieht und dann stehen bleibt, wird es erst richtig gefährlich. Eine Lücke im Verkehr, durch die man schnell über die Straße huschen kann, ist eher selten. Außerdem ist in Vietnam wieder Rechtsverkehr. Ich hatte mich nun gerade an den Linksverkehr gewöhnt und war nun erstmal wieder völlig verwirrt. Vor allem, weil wirklich alle kreuz und quer fahren 😂

 

Nun ist es Zeit weiter zu reisen. Am Montag ging es nach Hue in die Kaiserstadt. Im Moment bin ich mit der Österreicherin Tamara und noch einer Deutschen, Michele, unterwegs. Wir haben uns in Hoi An getroffen und haben zufällig die selbe Richtung - nämlich Richtung Norden.

 

Wir sind mit einem Bus gefahren, der an einigen Orten angehalten hat. Wir waren bei den Marble Mountains. Das ist eine Felsformation aus Kalkstein und geringem Anteil von Mamor (Marble). Diese sind bis zu 100 m hoch und stehen mitten auf einer flachen Ebene. Außerdem haben wir an verschiedenen Orten angehalten. Außerdem sind wir über einen Pass gefahren und haben da die Aussicht genossen.

In Hue sind wir bei einem Homestay untergekommen. Der Gastgeber ist super nett, spricht gut Englisch und hat uns sogar zum Abendbrot eingeladen. Wie nett! Da wir zu dritt sind können wir uns auch ein Zimmer zusammen nehmen mit eigenem Bad und bezahlen den selben Preis wie sonst für ein Bett in einem Mehrbettzimmer. Wir sind dann noch bissl in der Stadt rumgelaufen und waren auf einem Markt, der gefühlt eine einzige Müllhalde war. Soo viele Sachen auf engstem Raum. Zwischendurch wurden wir mal wieder von Regen überrascht. 20 Minuten hat es geschüttet, danach hat die Sonne wieder geschienen. Außerdem haben wir heute mal einen Supermarkt gefunden. Das ist echt nicht so einfach in Südostasien da einen zu finden.

Das Abendessen war sehr lecker. Mit uns hat noch eine junge Familie aus Deutschland gegessen. Sie reisen mit einem 3 Monate alten Kind 11 Monate um die Welt - Wahnsinn. Zum Abendbrot hab’s Reiswein oder eher Reisschnaps Wie bereits vermutet schmeckt das eher nicht so. Der vietnamesische Whisky hat gar nicht so schlecht geschmeckt 😂

Am nächsten Tag wollten wir dann die Kaiserstadt anschauen. Es hatte die ganze Nacht geregnet und auch früh ging das weiter. Es gab immer mal Regenpausen von einigen Minuten. Nach dem Frühstück sind wir dann trotzdem losgezogen. Auf dem Weg wurden wir natürlich von einem Schauer überrascht. Zufälligerweise verkauften die Leute an dem Stand, wo wir uns unterstellten Regenponchos. Naja gut. Dann haben wir jeder einen gekauft. Zufälligerweise in den Farben der Teletabies 😂nur Lala ist regenscheu und daheim geblieben.

Ihr seht wir hatten unseren Spaß, auch wenn wir nach kurzer Zeit trotz des Ponchos klitschnass waren. Ich bin immer noch erkältet, das wird so natürlich nicht besser, aber zum Glück habe ich nicht gefroren, denn es war trotz Dauerregen sehr warm. An der Zitadelle angekommen, sind wir auf eine Deutsche Reisegruppe gestoßen, die eine Führung auf deutsch hatten. Der Guide hat sehr schnell mitbekommen, dass wir auch aus Deutschland waren und hat uns eingeladen ihnen zu folgen. Wie nett! Viele aus der Reisegruppe haben etwas doof geschaut, denn sie hatten dafür ja gezahlt, typisch deutsch. Aber der Reiseführer meinte, dass er 2 Jungs hat und wenn er Mädels sieht immer helfen möchte. Mit einigen aus der Reisegruppe haben wir uns unterhalten. Sie meinten, dass sie eine Schiffsreise machen und auch in HongKong waren am Wochenende und auch in die Proteste geraten waren. Außerdem ist am Wochenende da eine Bombe auf einem Polizeirevier explodiert und hat viele Menschen getötet. Ich habe davon gar nichts mitbekommen und er meinte auch, dass die Nachrichten stark zensiert werden und man nur über australische Nachrichten bzw über BBC etwas darüber erfährt.. habt ihr das daheim mitbekommen?

Jedenfalls haben wir bei der Tour viele interessante Dinge erfahren. Die Zitadelle war Residenz des Kaisers der vietnamesischen Nguyen Dynastie. Die 13 Kaiser haben hier von 1804 bis 1945 gelebt. Die längste Regierungszeit waren 36 Jahre, die kürzeste 3 Tage.

Das Areal bestand aus mehreren Gebäuden, der Senfte des Kaisers, dem Gebäude für die Mutter des Kaisers, dem Theater und ein Garten hab’s auch. Das ganze war umrandete von 2 m dicken und 10 km langen Mauern. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Gebäude waren sehr gut erhalten. Auch waren echt super wenig Leute, da es fast die ganze zeit geschüttet hat. Zwischendurch hatte es mal kurz aufgehört, da konnten wir ein paar schöne Bilder machen. Durch den Regen sind aber auch ein paar tolle Aufnahmen entstanden.

Auf dem Rückweg hatte es natürlich wieder geregnet. Wir sind dann noch etwas Essen gegangen. In der Zeit wo wir im Café saßen hatte es nicht geregnet, kaum wollen wir gehen fängt es wieder an. Naja das war dann irgendwie auch egal. Waren ja eh nass.

 

Nun sitzen wir im Schlafbus nach Phong Nha. Dort ist ein Nationalpark in de man viele Höhlen erkunden kann. Allerdings hat es wirklich sehr viel geregnet und es kann sein, dass dadurch die Höhlen nicht zugänglich sind. Mal sehen, wir lassen uns überraschen und denken positiv.

Liebe Grüße aus dem verregneten Vietnam 😊

10Oktober
2019

Koh Lanta - Thailand

Am Sonntag früh bin ich nochmal kurz zu Jessika und ihrer Freundin ins Hotel und habe Tschüss gesagt. Danach ging es auf die Fähre nach Koh Lanta. Ich hatte keine Ahnung was dieser Tag bringen würde außer, dass ich hoffentlich gut auf der Insel mit einer sehr alten Fähre ankommen würde und irgendwo schlafen werde. Ein Hostel hatte ich schon rausgesucht, aber noch nicht gebucht. Auf der Fähre war ein Mann, der alle Backpacker, die keine Unterkunft hatten zu sich ins Hostel bringen wollte. Das Hostel hatte auch gute Bewertung und ich war hin und hergerissen, ob ich mit ihm und den anderen dahin gehen soll oder nicht. Ich hatte Angst in dem eigentlichen Hostel allein zu sein, denn ich brauchte mal wieder bissl Gesellschaft. Ich konnte mich nicht entscheiden, hört dann aber auf mein Bauchgefühl und ging zu dem Hostel, wo ich eigentlich hinwollte. Ich schlug alle Tuk Tuks ab, denn es waren nur 20 min zu laufen. Ich stiefelte los und kam ca. 500m. Dann hielt ein Moped an mit 2 westlichen jungen Leuten. Sie kamen aus Australien und fragten wo ich hin will, das ich müde aussehe und das sie mich fahren können. Ich meinte erst, dass es zu dritt + großer Rucksack vllt bisschen eng wird. Er meinte nur das es kein Problem sei. Gut, probieren kann man es ja. Zack war der Rucksack verstaut und wir saßen zu dritt auf dem Roller. Ich denke eine vierte Person hätte auch noch locker drauf gepasst. 😂Plötzlich hatte ich das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Mein Hostel ist direkt am Strand. Nachdem die beiden mich abgesetzt hatten, musste ich noch über den Strand laufen zu meinem Hostel. Irgendwie ein cooles Gefühl mit gesamten Gepäck am Strand lang zu laufen :D

Im Hostel angekommen, habe ich mich direkt wohlgefühlt. Ich habe erstmal kurz gechillt und einen Blogbeitrag gelesen, der beschreibt, was man hier alles machen kann. Darin stand, dass es hier die Organisation Trush Heros gibt und jeden Sonntag um 16 Uhr sich an einem Strand getroffen wird und zusammen der Müll eingesammelt wird. Das hatte mir direkt zugesagt. Zufällig war heute Sonntag. Ich sah auf die Uhr und hatte noch 2 h um dahin zukommen. Leider war der Strand 40 Minuten entfernt. Ich überlegte, wie und ob ich dahin fahren soll. Na gut. Ich entschied mich fürs Abenteuer und habe mir einen Roller geliehen. Der Verkehr auf der Insel ist ein Glück nicht so krass. Ich dachte immer Roller an sich sind relativ leicht. falsch gedacht. Um den Roller erstmal in die richtige Startposition zu bringen, erfordert es schon relativ viel Kraft und dann muss man auch noch aufpassen, dass er nicht umkippt. Wenn man einmal fährt, gehts dann, aber sobald man langsamer wird und den Roller im Gleichgewicht halten muss, ist es nicht mehr so leicht. Generell ist langsam fahren nicht so einfach, da es gefühlt nur Vollgas oder kein Gas gibt. Naja. Nach einer ganzen Weile bin ich gut am Treffpunkt angekommen. Ich bin echt sehr langsam gefahren und hatte etwas Respekt. Das fahren auf der anderen Seite finde ich nicht ganz so schwer, aber da ich mich noch auf den Roller konzentrieren muss, ist es manchmal schon abenteuerlich 😂

An dem Strand angekommen, waren noch ganz viele andere Leute da, Familien mit kleinen Kindern, andere Backpacker, Europäer, die dort leben und auch Einheimische. Alle haben 2 Säcke bekommen, einen für Recyclebares, einen für Restmüll, Handschuhe und einen Greifarm. Los ging’s. Ich habe Schuhe, Styropor, Spritzen, Flaschen, Binnfäden, Strohhalme und ganz vielen anderen Müll gefunden. Nach anderthalb Stunde hatten wir ziemlich viele Müllsäcke zusammen. Einfach Wahnsinn, wie viel Müll da rumliegt. Nachdem wir fertig waren, konnten wir noch einen wundervollen Sonnenuntergang beobachten. Wunderschön :)

Es fühlt sich gut an, wenn man nicht nur reist, sondern auch manchmal eine Aufgabe hat bzw. etwas Gutes tut.

Unter den Leuten war auch eine Holländerin, die ab und zu in dem Tierheim auf der Insel hilft. Das Tierheim wollte ich die Tage besuchen. Wir kamen ins Gespräch und sie hat mich eingeladen am Dienstag um 9 Uhr vorbeizuschauen. Man kann mit den Hunden spazieren gehen und anschließend die Katzen knuddeln. Ich habe ihr erzählt, dass ich „Fotografin“ bin und gern Bilder von den Tieren machen kann, da sie ja vermittelt werden sollen, teilweise auch nach Europa. Sie war total begeistert und so werde ich am Dienstag dahin düsen.

Dann bin ich im Dunkeln zurück. Noch langsamer als hinzu, da man die Schlaglöcher erst spät gesehen hat :D

Auf dem Weg bin ich an einem Streetfood Markt vorbei gekommen. Nichts wie hin dachte ich, denn da ist es günstig und schmeckt gut. Ich muss echt sagen, dass das Essen in Thailand um Welten besser ist als in Indonesien und Malaysia. Ich hatte Pad Thai. Das ist die thailändische Variante von gebratenen Nudeln, aber nicht mit den deutschen Bratnudeln zu vergleichen. Serviert wurde es in einer Kokosnuss. Beim Essen wurde noch Livemusik gespielt. Das klang richtig gut. Zum Nachtisch gab es Eierkuchen. An einem Stand wurde eine komische eklige Masse in ein Bananenblatt eingewickelt und gebraten. Ich fragte ein anderen Tourist, ob sie weiß was das ist. Es stellte sich heraus, dass sie auch Deutsche war und mit ihrem Freund reist.Wir haben uns ewig unterhalten. Zum Schluss haben wir dann diese braune Masse probiert. Sah zwar eklig aus, aber schmeckte sehr gut. Ich denke es war karamellisierter Zucker mit Kokosnuss und anderen Sachen. Danach ging’s dann zurück zum Hostel.

So ein Tag wie heute macht das Reisen für mich aus. Früh aufstehen, keine Erwartungen an den Tag haben, einfach sehen was passiert und meistens passieren so viele schöne, ungeplante Dinge. Diese Momente Saug ich echt richtig in mich auf. 😊

 

Am nächsten Tag habe ich mit einer anderen Deutschen, die ebenfalls in meinem Hostel war mit dem Moped die Insel erkundet. So langsam begann mir das Rollerfahren Spaß zu machen und ich würde auch immer sicherer.

Im Moment ist hier noch Low Season, dass heißt es sind fast keine Touristen da. Das finde ich immer toll. So hatten wir die Straße und die Natur fast für uns allein. Low Season heißt aber auch Regenzeit. Da es jetzt schon dem Ende der Regenzeit zugeht, regnet es nicht ständig und ununterbrochen, aber es kann sein, dass mal ein heftiger Schauer niedergeht. So auch an diesem Tag. Ein Glück haben wir genau im richtigen Moment noch eine Unterstellmöglichkeit gefunden bevor es richtig los ging. Es schüttete 20 min und dann schien die Sonne wieder. Das schöne hier ist, dass es selbst bei Regen noch soo warm ist. Nach 5 min Sonnenschein hat man fast nichts mehr vom Regenguss gesehen. Wir sind den ganzen Tag auf unseren Rollern herumgefahren und haben die Freiheit genossen. Unterwegs gab es einen Oreo Milchshake. Das Restaurant war eine Empfehlung einer Freundin, die ich damals in Neuseeland kennengelernt hatte und die ein paar Wochen zuvor dort war. Sie hatte nicht zu viel versprochen, Der Shake war richtig, richtig lecker.

Eigentlich hatte ich mich mit 50+ Sonnencreme eingecremt, aber als wir von unserer Tour zurück waren, hatte ich ein paar schöne rote Stellen. Vor allem an den Oberschenkeln sieht das jetzt toll aus. Wo die Shorts aufhört bin ich rot/braun und was davon bedeckt war, ist weiß. Wunderbar 😂

Am nächsten Tag bin ich dann zum Tierheim gefahren. Hier war ich erst allein und bin mit 2 deutschen, die dort Freiwilligenarbeit leisten, mit den Hunden spazieren gegangen. In dem Tierheim leben zurzeit 44 Hunde und 45 Katzen. Die Hunde kommen jeden Tag mindestens einmal raus zum spazieren. Den Rest des Tages sind sie in kleinen Gruppen in einem Gehege, was relativ viel Platz bietet. Sie sind also nicht in kleinen Käfigen eingesperrt so wie man das aus deutsche Tierheimen kennt. Auch haben sie einen halbwegs zufriedenen Eindruck gemacht und nicht gebellt oder gewimmert. Danach habe ich etwas mit den Katzen gespielt. Hier leben sämtliche Altersgruppen zusammen, aber sie haben dennoch genug Rückzugsmöglichkeiten. Im Anschluss habe ich mit ein paar anderen noch eine Tour durch das Tierheim bekommen. Es wurde uns erzählt, dass eine Norwegerin vor 20 Jahren angefangen hat, dieses Heim aufzubauen. Durch Spendengeldern ist es immer weiter gewachsen. In dem Heim gibt es auch eine 24h Klinik. Hier können Einheimische sowohl ihre Tiere hinbringen, als auch Straßenhunde und -katzen oder sämtliche andere Tiere, wenn sie verletzt oder ausgehungert sind. Wenn die Einheimischen ihre Hunde und Katzen dahin bringen, werden sie nur behandelt, wenn diese sterilisiert werden dürfen. So wurden schon tausende Sterilisationen durchgeführt. Das dies Früchte trägt, erkennt man daran, dass es wieder vermehrt Katzen mit Schwänzen gibt. In Indonesien ist mir das vor allem aufgefallen, dass fast alle Katzen einen fehlgebildeten Schwanz hatten, aber ich wusste nicht wieso. Ich dachte, dass sie vllt unter einen Roller gekommen waren. Aber nein. Sie werden so geboren und das ist ein Zeichen von Inzucht.

Der halbe Tag im Tierheim hat mir echt gut gefallen. Normalerweise geht mir sowas immer nah, denn die Tiere tun mir super leid, aber hier hatte ich ein gutes Gefühl, dass es den Tieren gut geht und das versucht wird auf jedes Tier individuell einzugehen.

Außerdem werden sehr viele Tiere von den Besuchern adoptiert und bekommen ein neues Zuhause. Ach ja ich hätte ja auch am liebsten gleich eine Katze mitgenommen, aber eigentlich warten in Europa bzw. Deutschland auch so viele Tiere auf ein neues Zuhause.

Im Anschluss bin ich zu einer deutschen Bäckerei gefahren, denn ich hatte so richtig Lust auf ein tolles Brot. Da angekommen wurde ich von der Chefin aus Ostfriesland in Empfang genommen. Sie war super nett, wenn auch sehr eigen, aber wie Ostfriesen eben sind 😂. Auf jedenfall hab ich mir eine belegte Schnitte bestellt. Sie hat mir dann noch ein Croissant als Nachtisch geschenkt und ich durfte mir ein Buch aussuchen und mitnehmen. Während ich gegessen habe, habe ich mich mit einem aus Bayern unterhalten, der hier in ein paar Wochen ein Resort eröffnet. Er hat mir angeboten, dass ich da kostenlos schlafen könnte. Allerdings hatte ich in meinem Hostel ja schon bezahlt und wollte am nächsten Tag nach Krabi Stadt weiter, damit ich am Donnerstag entspannt zum Flughafen kommen würde. Ich hatte echt eine Weile überlegt, aber mich dann dagegen entschieden.

Danach bin ich zum Hostel zurück und wollte den restlichen Tag noch am Strand verbringen, denn dazu bin ich noch gar nicht gekommen. Ich lag bestimmt 30 min am Strand und war auch kurz im Wasser bevor mal wieder ein heftiger Regenguss nieder ging. Ach ja. Wie typisch 😂. Den Sonnenuntergang konnte man aber trotzdem sehen. Wenigstens was 😂

Wie gesagt ging es am nächsten Tag (Mittwoch) nach Krabi Stadt. Jetzt (Donnerstag) sitze ich gerade in Bangkok am Flughafen und warte auf meinen Anschlussflug nach Vietnam. Ich bin so gespannt auf dieses Land. Ich habe so viel Gutes gehört und ich freu mich jetzt fast 4 Wochen dieses Land zu entdecken.

 

Aber noch kurz zu Thailand:

Ich werde das Essen vermissen, das war echt lecker.

Außerdem sind die Stromkabel der absolute Wahnsinn. Denn hier gibt es nicht eine Leitung, die an der Straße verläuft, wie bei uns, sondern zig Kabel. Wie die teilweise befestigt sind, ist wirklich sehr abenteuerlich.. Mit der Frau aus dem Hostel hatte ich darüber mich unterhalten. Sie meinte wenn es stark regnet, fallen die Kabel runter oder explodieren manchmal und wenn man da zu nah dran steht... ja.. dann hat man sozusagen Pech gehabt und wird gegrillt. Hilfe..

Außerdem hab ich in Thailand das erste giftige Tier gesehen, nämlich einen Skorpion. In den wären wir fast reingetreten 🙈Aber ich glaube, dass ihm der giftige Stachel schon entfernt wurde. Aber ich schau auch jedes Mal in meine Schuhe bevor ich sie anziehe, denn die kleinen Skorpione verstecken sich da wohl gern. Und es ist wie bei den Menschen auch, je kleiner desto gefährlicher. 😜

Eine Woche Thailand ist definitiv nicht genug, aber Anfang November komme ich wieder und werde noch den Norden erkunden. Da ist gerade das Lichtfest in Thailand. Da bin ich sehr gespannt drauf. Kurz danach hole ich dann Mama vom Flughafen und dann genießen wir noch ein paar Tage gemeinsam im wunderschönen Thailand 😊 Aber nun gehts erstmal nach Vietnam 🇻🇳 

 

Liebe Grüße Daniela :) 

07Oktober
2019

Phi Phi Island - Thailand

Am Donnerstag Abend bin ich in Phuket gelandet und von da direkt mit dem Bus nach Phuket Town. Es war schon Sau spät, deshalb bin ich auch direkt ins Bett. Am nächsten Morgen ging meine Fähre nach Phi Phi Island um 12:30 Uhr. Ich hatte also noch ein paar Stunden, um die Stadt zu erkunden. Hier gab es auch endlich die Strandtücher, die ich schon überall gesucht habe. So eins habe ich mir auch direkt zugelegt, denn ich habe kein Handtuch für den Strand dabei.

Auf Phi Phi angekommen erwartete mich eine sehr touristische Stadt. Ein Restaurant, Bar, Unterkunft nach der anderen. Hat mich etwas an Lloret erinnert, nur in klein. Es gab auch mehrere Strandbars und Discos. Abends bin ich relativ zeitig ins Bett, da ich mich erkältet gefühlt habe. Ich habe mit 17 anderen in einem Raum geschlafen, aber jeder hatte seine eigene Kapsel, also ist einem das gar nicht so aufgefallen. Zum Glück war das Hostel weit genug von den Beachclubs weg, sodass ich schlafen konnte. Am nächsten Tag bin ich aus der Touristadt geflohen. Ich bin 40 Minuten zu einem Strand gelaufen, der etwas weiter weg war. Es war ein echt schöner Weg. Am Strand angekommen, war ich fast allein. Das Wasser war super blau und klar. Nachdem ich ein paar Stunden am Strand gechillt hatte, übrigens das erste mal seit dem Beginn der Reise, konnte ich dann doch nicht nur rumliegen und bin eine Stunde zu einem Viewpoint gelaufen. Das war echt richtig schön.

Rückzu hab ich aus Spaß den Daumen rausgehalten, als ein Pickup auf einem Waldweg an mir vorbei fuhr. Er hat tatsächlich angehalten und hat mich auf seiner Ladefläche mitgenommen. Voll gut.

Abends war ich noch in der Beachbar, allerdings ist es beim feiern nicht so schön, wenn man allein ist, deshalb bin ich relativ zeitig ins Bett. Die Tage auf Phi Phi war ich generell viel allein, aber diesmal habe ich das Alleinsein echt genossen. Ich wollte niemanden kennenlernen, sondern einfach mal für mich sein. Das hat mir echt gut getan. Mit der Zeit sind nämlich kurze Bekanntschaften anstrengend, denn es werden immer wieder die selben Fragen gestellt: woher kommst du, wie lange reist du, wo warst du schon, wo gehst du noch hin, blaaah. Ich mag den Austausch untereinander echt, da man auch viele Tips erhält. Aber manchmal ist man einfach müde von dieser Art Unterhaltung.

Am Samstagmorgen wollte ich eigentlich schon nach Koh Lanta, aber irgendwie wollte ich doch noch eine Nacht auf Phi Phi bleiben. Ich habe dann kurzer Hand eine Halbtagesbootstour mit Schnorcheln gebucht. Als wir los sind, hat es plötzlich so angefangen zu regnen, sodass ich innerhalb von 5 min nass war. Durch den Fahrtwind war es dann gar nicht mehr so schön, da es Sau kalt war. Gut, dass ich ja schon erkältet war :D

Wir sind an verschiedene Strände und Lagunen gefahren und konnten schnorcheln und schwimmen. Das Unterwasserleben war leider nicht mehr so schön, wie ich es von vor 10 Jahren in Erinnerung hatte. Dennoch war der Trip ziemlich cool. Wir konnten sogar als es dunkel war nochmal ins Wasser, um Plankton zu sehen. So etwas habe ich noch nicht gesehen gehabt. Wenn man im Wasser seine Hand bewegt hat, konnte man überall helle Punkte sehen: das Plankton leuchtet durch die Biolumineszenz. Wie eine kleine Lasershow.

Witziger Weise war Jessika mit ihrer Freundin an dem Tag auch auf Koh Phi Phi angekommen und so verbrachten wir den Abend gemeinsam beim feiern

Thailand ist schon das 4. Land, was ich in dieser kurzen Zeit bereise. Langsam stellt sich bei mir das Gefühl ein, dass ich nicht immer alles sehen muss und nach 2 Tagen an einen neuen Ort reisen muss. Das habe ich nun fast einen Monat so gemacht (übrigens Wahnsinn wie die Zeit vergeht..kann ich gar nicht glauben) und diese Art zu Reisen ist sehr anstrengend. Manchmal ist es besser, wenn man einfach nicht so viel plant und ein paar mehr Tage Zeit hat, um ein Gespür für den jeweiligen Ort bekommt. So erlebt man auch einige spannende Sachen, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Liebe Grüße Daniela 

01Oktober
2019

Georgetown - Malaysia

Mit dem Bus ging es nach Georgetown. Georgetown ist eine Künstlerstadt und gehört seit 2008 zum Weltkultur. In der Stadt findet man englische Kolonialbauten und chinesische Geschäftshäuser, quasi ein europäischer, chinesischer Architekturmix. Ich bin ja nicht so der Stadtfan, aber ich muss sagen diese Stadt hat etwas an sich, was mich fasziniert. Wobei das wahrscheinlich das Gesamtpaket ist aus den richtigen Leuten, der angenehmen Atmosphäre, den kleinen Läden mit schönem handgemachten Sachen, Straßenkunst usw. Diese Stadt ist einfach ganz anders als andere asiatische Städte. Es hat einen europäischen Touch. Außerdem findet man Moscheen und Tempel in der Stadt.

Nachdem Jessika und ich im Hostel angekommen waren und etwas gegessen hatten, sind wir auf den Sonntagsmarkt gegangen. Da verkaufen die Leute handgemachte Sachen. Ich konnte nicht widerstehen und habe mir Ohrringe gekauft :D Außerdem habe ich kurz mit einem aus Syrien geredet, er lebt und studiert dort und hat ebenfalls handgemachte Sachen verkauft. Ziemlich interessant.

Später sind wir dann nochmal raus und wollten etwas essen. Georgetown ist neben der Streetart auch bekannt für sein Streetfood. Die Stände sind mobil und werden abends auf die Straße gefahren. Während sich Der Verkehr irgendwie daran vorbei drängelt, kochen die anderen auf der Straße und wieder andere waschen mitten auf der Straße. Dabei kann man nicht so genau hinschauen, denn super hygienisch ist das natürlich nicht. Aber wir sind eben auch in Asien. Schmecken tut es aber auf jeden Fall gut und bis jetzt hab ich mir auch noch nicht den Magen verdorben. Als Nachtisch gab es Eierkuchen, die von einer Oma liebevoll zuarbeitetet wurden. Wir sind dann noch in eine Bar gegangenen und später in einen Club.

Am nächsten Tag sind wir dann mit 2 andren Mädels losgezogen, um uns die Streetarts anzuschauen. Das ist wie eine Art Schnitzeljagd, denn man weiß nicht so genau, wo die Gemälde an den Wänden versteckt sind. Wir haben einige gefunden. Leider sahen die Gemälde nicht mehr so aus, wie im Internet, aber dennoch fand ich das sehr schön.

Eine erschreckende Begegnung hatte ich auch.. Als wir so über die Straße liefen und uns ein Gemälde ansahen, kam eine Asiatin und stellte sich vor das Bild. Sie griff in ihre Tasche und holte einen Igel raus. Ja richtig gelesen.. einen lebendigen, kleinen Igel. Sie hielt ihn vor sich und machte ein Bild von dem Igel mit dem Gemälde im Hintergrund. Dann legte sie den Igel wieder zurück in ihre Tasche. Das ganze ging total schnell von statten, aber da ich gerade ein Bild von dem Gemälde machen wollte, habe ich das fotografiert. Wie kann man nur so herzlos sein und ein lebendes Tier bei 35 Grad durch die Gegend tragen, um wahrscheinlich für Instagram ein Bild zu machen. Ich kann es immer noch nicht glauben. Am liebsten hätte ich der mal ordentlich was erzählt. Aber das ganze ging so schnell, dass ich gar nicht glauben konnte, was ich gerade gesehen hatte.

Am Abend sind wir mit einigen aus dem Hostel zu einer Art Bar gegangen, um Spiele zu spielen.

Das war auch schon der letzte Tag mit Jessika, Wahnsinn wie schnell die Woche wieder um war. Es war schön eine Woche mal nicht allein zu sein und die Dinge gemeinsam zu erleben. Und wir haben in den Tagen auf jeden Fall viel erlebt. Nun gehts für mich wieder alleine weiter. Da muss man sich erstmal wieder dran gewöhnen, wobei hier in dem Hostel man sehr schnell Anschluss findet. Wir sind eine große Gruppe und machen eigentlich alles zusammen. Das ist ziemlich schön.

 

Ich wollte eigentlich am Dienstag nach Langkawi weiter reisen und von da aus dann nach Koh Lipe und weiter nach Koh Lanta (Thailand). Eigentlich hatte ich meinen groben Reiseplan im Kopf. Ich wollte nach Thailand, dann in den Norden , dann über Laos nach Vietnam und dann wieder nach Bangkok und mit Mama die letzten 11 Tage verbinden. Nun habe ich aber herausgefunden, dass Anfang November das Lichtfest in Thailand ist und das im Norden, in Chiang Mai, am schönsten ist. Das würde ich gern sehen, deshalb musste ich komplett umplanen und werde nun die Reise anders herum machen. Es war alles super kompliziert und es gab nicht die perfekte Lösung, denn ich hatte noch kein Visum für Vietnam, das sollte mind. 3 Tage dauern, aber meistens dauert es länger, die Flüge waren nicht so optimal usw. Als ich mich endlich entschied dennoch erst die Inseln im Süden Thailands zu machen, fand ich heraus, dass es im Moment keine Fähren gibt.. Oh man. Wieder alles neu planen. Ich entschied nach Phuket zu Fliegens, dahin wo ich eigentlich nicht hinwollte, weil es sehr touristisch ist. Aber immerhin gab es einen Direktflug. Ihr merkt, dass Reisen nicht immer einfach ist und man viel Zeit mit Planen verbringt. Manchmal ist es schwer eine Entscheidung zu treffen, wenn man soo viele Möglichkeiten hat.

Am selben Tag habe ich noch das Visum für Vietnam beantragt und heute schon bekommen. Oh man.. das hätte ich vorher wissen müssen.

Außerdem bin ich mit ein paar Leuten auf einen Berg gelaufen und haben die Aussicht genossen. Aller paar Kilometer hatten Einheimische ein kleines Haus gebaut, wo man kostenlos Tee oder Wasser bekam. Voll schön.

Später sind wir noch zum Blue Mansion Haus gegangen. Dies wurde von Cheong Fatt Sze, auch Rockefeller des Ostens genannt und Berater des Kaisers von China, erbaut. Das Haus ist eines der schönsten Mansions in der Welt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich davon noch nie was gehört hatte. Aber anscheinend ist es sehr berühmt, auch eine Filme wurden hier gedreht (indochina, Crazy Rich Asiens). War auf jeden Fall sehr interessant. 

Außerdem habe ich noch einen netten Local kennengelernt. Er hat mir einen Tempel gezeigt, mir etwas dazu erzählt und noch ein paar schöne Orte in der Stadt. 

Insgesamt war es eine echt schöne Zeit in dem Hostel mit vielen interessanten, coolen Leuten von überall her.

Jetzt bin ich in Thailand angekommen und werde morgen schon von Phuket nach Koh Phi Phi fahren. Ich bin gespannt, wie es wird. Auf der Insel war ich sogar schon vor genau 10 Jahren damals mit meiner Mama. Aber nur für einen Tagestrip. Es ist sehr touristisch dort und anscheinend eine Partyinsel. Bin gespannt , ob ich es trotzdem mag. 

Viele Grüße:)

28Sept
2019

Banda Aceh - Sumatra; Kuala Lumpur, Cameron Highlands - Malaysia

Banda Aceh - Sumatra

Nachdem ich auf der Insel noch tauchen war, was super schön war, wir haben soooo viele bunte Fische gesehen und Nemo, ging es für mich am Dienstag morgen nach Banda Aceh mit der ersten Fähre.

Hierzu gibt es auch eine lustige Geschichte. Am Abend zu vor fragte ich in meiner Unterkunft, ob mir jemand einen Fahrer organisieren kann, damit ich zur Fähre komme. Anstatt dies zu tun, hat der eine seinen Freund Anton auf dem Festland angerufen, welchem ich übrigens auch schon am Samstag auf dem Hinweg begegnet bin. Irgendwie ein unangenehmer Kerl. Naja gut dachte ich. lässt sich nicht mehr ändern. Der Transport zur Fähre am Dienstagmorgen war sehr abenteuerlich, der ist mit seinem TukTuk mit 80 km/h die Straße lang gebrettert. Irgendwann hab ich gesagt, dass er langsamer fahren soll, tat er dann auch. Als ich den Fahrer bezahlen wollte, wollte dieser plötzlich 20.000 Rupiah mehr. Aber nicht mit mir. Ich bezahlte den vereinbarten Preis und ging. Auf dem Festland angekommen, stand Anton natürlich schon parat. Super dachte ich... Aber gut, diese eine Fahrt noch, danach seh ich den eh nicht wieder... Ein Glück war da noch ein Norweger, der wollte später zum Flughafen und wollte noch etwas Zeit in der Stadt verbringen. Also sind wir gemeinsam mit dem TukTuk zu meiner wunderschönen Unterkunft gefahren. Achtung Ironie, aber dazu später. Danach ging’s zum Tsunami Museum. Banda Aceh hat es 2004 besonders schlimm getroffen. Die Bilder zu sehen war echt krass. Auch einen Film konnte man sich angucken. Allerdings hatte ich mir doch etwas davon erhofft. Naja. Dann ging es für mich weiter zu einem riesigen Schiff, dass mitten in der Stadt steht. Das wurde von dem Tsunami dahin gespült. Das kann man sich einfach nicht vorstellen, was da damals passiert ist.

Der Norweger ist dann zum Flughafen. Als ich gemütlich die Straßen entlang lief, natürlich komplett begleitet, da diese Region in Sumatra extrem muslimisch ist, kam dieser Anton wieder auf seinem Moped an. Ich dachte ich seh nicht richtig. Diese Stadt ist wirklich nicht klein und ich Treff den wieder. Naja eine gute Sache hatte es, denn er hat mich dann zu einer Mall gefahren, wo ich was essen konnte. Und dann hat er noch nach meiner Adresse gefragt, um mich am nächsten Tag zum Flughafen zu fahren. Im Nachhinein ärgere ich mich ziemlich darüber.. Naja den Rest des Tages hab ich nicht mehr so viel gemacht, außer nach etwa essbarem gesucht, was manchmal viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Oft esse ich nicht mal Frühstück, weil es einfach nur Reis oder Nudeln gibt. Aber das kann ich früh nicht essen. :D

Zu meinem Zimmer.. Mein Zimmer hat kein Fenster, okay, für eine Nacht ist das ok, dachte ich. Als ich ins Bad kam und Licht an machte, sah ich nur wie ein paar Kakerlaken im Abfluss verschwanden... hmmmm lecker. Dann ging das Wasser nicht. Ich wieder runter zur Rezeption und mit Händen und Füßen erklärt, was das Problem war. Naja, die kam dann und hat das Problem gelöst. Als sie das Bad betrat, kam ein wirklich riiiiesiger Käfer rausgekrabbelt. Die Frau ist kurzer Hand einfach drauf gelatscht. Ich hab mich so geekelt. Ich hab dann die ganze Nacht das Licht angelassen, da Kakerlaken lichtscheu sind und den Abfluss zugestopft. Dennoch hab ich nicht so besonders geschlafen. Früh hab ich dann gewartet bis Anton kommt. Ich dachte ich seh nicht richtig, als der mit seinem Roller da ankam. Er hat mir irgendeine Story erzählt, dass sein Reifen beim Auto kaputt gegangen war. Ist klar... der hat bestimmt nicht mal ein Auto.. Ich habe dann erstmal den Preis runtergehandelt. Eigentlich wollte ich echt nicht mitfahren, aber naja.. Der große Rucksack kam vorne hin und ich hatte den kleinen auf der Schulter. Als wir losgefahren sind, bemerket ich, dass der Roller nicht mal Licht hatte. Herje. Endlich beim Flughafen angekommen, war ich sehr erleichtert. Aber man lernt ja aus solchen Momenten. In Indonesien wird ständig versucht einen abzuzocken, wenn man Weiß ist.

 

Trotzdem hat mir das Land und seine Leute sehr gut gefallen. Es war echt beeindruckend zu sehen, wie glücklich die Menschen sind, obwohl sie nicht viel haben. Auch hat man sich teilweise wie ein Superstar gefühlt, denn egal wo man hinkam würde man immer nach einem Selfie gefragt. Für die ist es das größte ein Bild mit einem weisen blonden Mädel zu machen. Ich hab natürlich immer mitgemacht. Ich fand es Mega witzig :D Dennoch bin ich froh nun in Malaysia weiter zu reisen, wo es etwas zivilisierter ist und auch einfacher ist zu reisen. Und das Essen hat mich jetzt auch noch nicht so umgehauen. Mal sehen ob das noch besser wird :D

 

Kuala Lumpur - Malaysia

In Kuala Lumpur angekommen, bin ich zu dem Hotel gefahren, welches Jessika, eine Freundin von daheim, und ich gebucht hatten. Sie war schon da und hatte mir schon Fotos geschickt. Im Gegensatz zu den Unterkünften sonst war das Luxus pur. Wir hatten ein großes Zimmer mit offenem Bad, heißem Wasser zum duschen, bequemen Bett, Infinity Pool auf dem Dach und einem krassen Ausblick auf die Skyline von Kuala-Lumpur. Und das für das gleiche Geld, wie das Zimmer vom Vortag ohne Fenster und mit Kakerlaken.

In Kuala-Lumpur waren wir 2 Nächte. Ich muss sagen diese Stadt hat mich nicht so gefälscht wie Singapur. Im Gegenteil. Bis auf die Petronas Twin Türme und ein paar andere coole Gebäude gab es nicht viel zu sehen. Wir waren in 3 verschiedenen riesigen Shopping Malls. In der einen war im 5. Stock (also nur auf der einen Etage) ein kleiner Freizeitpark mit einer Achterbahn mit Looping, einem Freefall Tour usw. der Wahnsinn.

An einem Abend wollten wir eigentlich das Nachtleben erkunden, aber ich hatte schon den Tag über Bauchbeschwerden und es wurde auch nicht richtig besser. Deshalb haben wir dann gechillt und nichts weiter gemacht.

 

Cameron Highlands - Malaysia

Am Freitag ging es für uns mit dem Bus in die Cameron Highlands genauer gesagt nach Tanah Rata. Die Busfahrt verlief unkompliziert, fast schon langweilig, nicht zu vergleichen mit Indonesien:D . Wir sind wieder Stunden durch Palmölplantagen gefahren.

Hier angekommen sind wir zu unserem Couchsurfing Host gegangen. Das ist ganz in Ordnung hier, es ist eigentlich wie in einem Mehrbettzimmer in einem Hostel nur mit dem Unterschied, dass wir nix zahlen. Etwas merkwürdig, aber gut.

In den Cameron Highlands kann man wandern gehen. Das haben wir heute auch gemacht. Das Klima ist hier anders, es ist generell kälter und irgendwie auch angenehmer und nicht so luftfeucht. Nachts wird es richtig kalt.. oder wir sind es nicht mehr gewohnt :D

Die Teeliebhaber kennen evtl. den Cameron Highland Tee. Der kommt von hier. Unsere Wanderung führt uns durch diese Teeplantagen. Bis gestern hab ich mir noch nie darüber Gedanken gemacht, wie Tee eigentlich wächst. Aus den Pflanzen hier kann schwarzer, grüner und weißer Tee hergestellt werden, je nachdem wie er verarbeitet wird. Diese Teeplantagen haben mich super beeindruckt. Dieses satte Grün, und das Aussehen.. Wahnsinn. Ich konnte gar nicht aufhören Fotos davon zu machen. Ich hab sowas noch nie zuvor gesehen.

Außerdem sind wir bei unserer Wanderung durch den Jungle geklettert und haben Auberginen, Bohnen und Chayoten (eine Art Kürbis) Plantagen gesehen. Ziemlich interessante. Jetzt sind wir ziemlich kaputt und ruhen uns aus. Morgen fahren wir dann weiter nach Georgetown auf der Insel Penang.

 

23Sept
2019

Berastagi, Lake Toba, Pulau Weh - Sumatra

Sumatra - Berastagi

Am Dienstag morgen ging es für mich weiter. Ich nahm den Touristenbus nach Berastagi. Da angekommen habe ich mir eine Unterkunft gesucht, da ich keine im Voraus gebucht hatte. In meiner Unterkunft war ich dann ganz allein. Der Engländer von meiner Jungle Tour war auch im Ort, mit ihm hab ich mich später getroffen. In Berastagi gibt es 2 Vulkane, Sinabung und Sibayka. Der größere Sinabung ist vor ein paar Jahren das letzte Mal ausgebrochen und hat viele Menschen in den Tod gerissen. Sibayak ist das letzte mal 1881 ausgebrochen und seit dem gilt er als nicht mehr aktiv. Auf diesen kann man hochlaufen, allerdings wird empfohlen entweder mit einem Freund zu gehen oder wenn man den Sonnenaufgang sehen will mit einem Guide zu gehen. Da ich nun ganz allein in meiner Unterkunft war, habe ich mich für die Sonnenaufgangs Tour entschieden. Allerdings wollte ich dies in einer Gruppe machen, um Geld zu sparen.  Ich bin zu verschiedenen Unterkünften gelaufen und habe gefragt, ob sie einen Guide kennen, der für morgen schon eine Gruppe hat. Ich bin fast 2 h rumgelaufen und war schon etwas verzweifelt, denn niemand kannte jemanden und generell waren fast keine Touris in dem Ort. Während ich rumgelaufen bin, bin ich an verschiedenen Märkten vorbeigekommen. Bei dem einen gab es nur Früchte, das sah toll aus. Ein paar Schritte weiter wurden Tiere verkauft. Da waren kleine Welpen in einem kleinen Käfig eingesperrt und ich hab ein Pony gesehen, dessen Mähne und Schweif rosa gefärbt wurde. Ich musste schnell weiter, sowas kann ich nicht sehen ..

jedenfalls hab ich dann endlich jemanden gefunden mit dem ich morgen die Tour machen konnte.

Ich bin dann auch zeitig ins Bett, da ich am nächsten Tag um 4 Uhr morgens abgeholt wurde. Die Nacht war nicht schön, mein Bett war feucht und das ganze Zimmer auch.

Um 4 wurde ich dann abgeholt und mit einem Pärchen aus Hongkong zum Vulkan gebracht. Wir liefen ca. 1 1/2 Stunden bergauf durch den Jungle und über Stock und Stein im finstern. Zwar hatten wir eine Taschenlampe, aber die beiden aus Hongkong hatten scheinbar die falschen Schuhe an und sind ständig hingefallen.

Als wir dann oben waren, hat es schon gedämmert. Leider haben wir an dem Morgen keinem Sonnenaufgang gesehen, weil es sehr wolkig war. Dennoch war es beeindruckend. In der Mitte war der Krater aus dem noch Gas ausgetreten ist. Dadurch war es auch sehr laut da oben. Einig paar verrückten Einheimische haben da oben sogar gezeltet :D Auf jeden Fall hat es sich gelohnt so zeitig aufzustehen.

Danach sind wir noch zu den Warmwasserquellen gegangen und haben bissl gebadet.

Wieder zurück hab ich mich entschieden doch nicht noch eine Nacht zu bleiben, sondern mit dem Engländer zum Lake Toba zu fahren.

Als der Touristenbus kam mussten wir uns zu 7. in das Auto quetschen. Unsere Rucksäcke kamen aufs Dach. Zwischenstopp haben wir am Sipisopiso Wasserfall gemacht, dem größten Wasserfall Indonesiens. Als wir endlich am See waren, nach einer Horror-Fahrt, mussten wir noch eine Stunde auf die Fähre warten, denn unsere Unterkünfte waren auf der Insel Samosir. Die Fähre fuhr dann jeden zu seiner Unterkunft. Ich war mit die Letzte, die abgesetzt wurde. Typisch. Ich musst so dringend aufs Klo, dass ich mir fast in die Hose gemacht hätte 🙈

Die Unterkunft war ganz schön. Ich konnte direkt von meinem Zimmer aus in den See springen, das tat ich auch am nächsten Morgen. Nach dem Frühstück habe ich mich mit Katrin, einer Deutschen, die ich auf der Fahrt kennengelernt hatte, getroffen. Wir haben einen Roller ausgeliehen und sind bissl die Gegend abgefahren. Wir haben uns Die traditionellen Häuser angeschaut und waren bissl shoppen. Das war uns dann aber zu anstrengend, da dich jeder überreden wollte irgendwas zu kaufen und nicht mehr aufgehört hat. Zwischendurch hat es auch mal geregnet, da haben wir in einem Restaurant gechillt. Nach dem Mittag bin dann ich gefahren. Am Anfang hatte ich schon bissl Angst, Vorallem weil noch jemand mit hinten drauf saß und ich den Roller beim anhalten kaum halten konnte. Aber dann ging es ganz gut. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Leider hatten wir nicht so einen tollen Blick auf den See, weil durch die Waldbrände auf Sumatra und Borneo sehr viel Rauch in der Luft war. Falls ihr davon noch nichts mitbekommen habt,da die Medien darüber scheinbar nicht berichten: vor allem auf Borneo und Sumatra brennt seit Wochen der Regenwald. Einfach mal googeln, wen es interessiert. Die brennen die Palmölplantagen nieder und dabei gerät das Feuer außer Kontrolle und bedroht unter anderem die Orang Utans auf Borneo und tausend andere Tierarten und natürlich auch die Menschen.. Kuala Lumpur ist im Smog verschwunden. Am Mittwoch gehts für mich dahin... zum Glück nur 2 Nächte..

Abends hatte ich dann noch ein unschönes Erlebnis .. Ich hatte mein Regenüberzug für meine Rucksack verloren und bin zurück gegangen um es zu holen. Ein Hund saß drauf und hat darauf rumgerissen. Ich fragte einen Mann, ob er mir das geben kann, weil ich Respekt vor dem Hund hatte. Er gabs mir und ich Trottel hab es angefasst und der Speichel kam mit einer kleinen Wunde kurz in Berührung. Ich hab es sofort mit Seife gewaschen, dennoch machte ich mir Sorgen wegen Tollwut.. später bin ich nochmal zurückgegangen und habe gefragt, ob der Hund zu denen gehört. Die Frau meinte ja und dass sie jedes Jahr gegen Tollwut geimpft werden. Dennoch machte ich mir Sorgen.. Long Story Short: Ich habe darüber mit vielen Leuten gesprochen darunter Einheimische, Ärzte und eine Krankenschwester und alle meinten dass ich mir keine Sorgen machen soll. Außerdem bin ich gerade geimpft wurden also sollte alles gut sein. Ich hab die Story auch einem Schweizer Pärchen erzählt und dann ist denen eingefallen dass sie eine ähnliche Situation mit einem Affen hatten. Also haben wir beschlossen zusammen nochmal in Medan ins Krankenhaus zu gehen. Tat gut, dass man in der Situation nicht ganz allein war. Das Krankenhaus machte auch einen echt guten Eindruck. Jedenfalls meinte die Ärztin auch, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Mich beunruhigt nur die Tatsache, dass mein Arzt in Deutschland meinte, dass man trotzdem noch 2 Impfungen braucht nachdem etwas passiert ist.. aber das hat sie verneint..

ich nahm dann den Nachtbus (14h) nach Banda Aceh und zur Sicherheit bin ich hier auch nochmal ins Krankenhaus und auch die sagten das selbe. Na gut.. ich versuche nun das Thema abzuhaken und nicht mehr dran zu denken. Der Hund ist wahrscheinlich geimpft und ich auch.

 

Jetzt bin ich auf Pulau Weh angekommen, einer Insel ganz im Norden Sumatras. Hier ist es wunderschön und man kann Schnorcheln. Ich glaub ich werde die Tage hier einfach mal nichts machen. Die letzten Tage waren doch anstrengend und auch der Weg hier her. Backpacking auf Sumatra ist nicht so einfach, da die Infrastruktur nicht gut ist und die Wege somit sehr weit waren oder einem weit vorkamen. Ich bin hier in einem Mehrbettzimmer mit dem besten Bett seit zuhause :D 

Am Mittwoch gehts für mich nach Kuala Lumpur, dort Treff ich mich mit Jessika, einer Freundin von daheim. Danach hab ich noch keine Pläne. Im Hinterkopf habe ich über workaway zu eine einheimischen Familie zu gehen und für 2 Wochen da mit zuhelfen. Mal sehen, ob ich da was interessantes finde.

liebe Grüsse an daheim :) 

16Sept
2019

Sumatra – Bukit Lawang

Sumatra - Bukit Lawang

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich hatte eine unbeschreiblich schöne Zeit in diesem kleinen Dorf mitten im Jungle abseits von Massentourismus, Hektik, Stress und Lärm. Ich habe mich in diesen kleinen Ort verliebt und werde wiederkommen! Aber von vorn:

In Medan am Flughafen angekommen, wurde ich von einem Fahrer abgeholt, der von meiner Unterkunft organisierte wurde. Ich wollte nicht mit dem öffentlichem Bus fahren, da man da viel schlechtes gehört hat und Männer versuchen Touris abzuzocken und dies ist nicht ganz ungefährlich. Deshalb hab ich mich für den sicheren Transport entschieden, aber leider deutlich mehr gezahlt. Das hat mich im Nachhinein schon geärgert, da in dem Flug so viele Europäer waren, die alle das selbe Ziel hatten und ich bequem hätte irgendwo mitfahren können. Naja. Egal. Die Fahrt war auf jeden Fall überwältigend. Der Verkehr war der Wahnsinn, dachte mehrmals es knallt gleich. Über huglige Straßen ging es Richtung Palmöl Plantagen. Das ist super traurig, so weit man schauen konnte nur Palmölplantagen. Dafür wird zum Teil der Urwald gerodet. Mitten in den Plantagen lagen Kühe mitten auf der Straße und haben sich vom Verkehr nicht stören lassen. Wir sollten echt mehr darauf achten, welche Produkte Palmöl enthalten und zum Teil versuchen darauf zu verzichten. Wobei das auch nicht die 100%ige Lösung ist, denn die Leute hier leben teilweise davon und die haben ja so schon nicht so viel. 

Wir sind 4h gefahren bis wir in Bukit Lawang ankamen. Bukit Lawang ist ein kleines Dorf. Das Leben hier spielt sich um den Fluss herum ab. Die Leute essen hier, schwimmen und waschen. Am besten schaut ihr euch die Bilder an, man kann es nicht beschreiben. Dieser Ort hat etwas magisches. Zur Unterkunft ging es über eine Brücke. Hier angekommen wurde ich herzlich empfangen. Es gab sogar ein Willkommensdrink. Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, wollte ich zum Markt, der immer freitags ist. Der Chef wollte eh gerade los und hat mich mit seinem Roller mitgenommen. Das war cool. Am Markt angekommen war ich die einzige weiße und wurde natürlich angeschaut. Aber alle waren super freundlich, haben gelächelt, mich begrüßt und gefragt wie ich heiße. Ich habe mich keine Sekunde unwohl gefühlt. Ich hab ein Paar coole Fotos mit meiner Kamera machen können. Leider sind die Bilder auf der Sd Karte und ich komm da im Moment nicht dran. Ich habe ein paar Ohrringe und eine Staude Bananen gekauft für 1 Euro. Dann wollte ich wieder zurück laufen. Keine 2 Minuten später wurde ich von einem mitgenommen. So beeindruckend wie freundlich diese Menschen hier sind. Das zeigt mal wieder das Reichtum nicht glücklich macht. Die Menschen leben hier unter einfachsten Bedingungen und haben wirklich wenig, aber sie sind glücklich.

der Markt:

Das Dorf: 

Abends kommen die Guides immer zur Unterkunft und es wird gesungen und ein Bierchen getrunken.

Eigentlich bin ich nach Bukit Lawang, weil ich die letzten, in freier Wildbahn, lebenden Orang Utans sehen wollte. Ich habe eine 2 Tages Tour mit Übernachtung im Jungle gebucht und am Samstag ging es los.

Ich war sehr gespannt, wie das werden würde, so mitten im Jungle.

Wir waren eine 6 er Gruppe. 2 Amis, 1 Engländer und 2 Deutsche und natürlich 2 Guides. Während der Tour lernten wir eine Menge über den Jungle und seine Tiere. Insgesamt haben wir an den zwei Tag 11 Orang Utans gesehen und auch einige Babys. Einige saßen in den Bäumen, andere auf dem Boden. Die weiblichen Tiere sind gar nicht so groß, die männlichen hingegen schon. Wir haben sie immer eine Weile beobachtet, sie haben sich wirklich total menschlich verhalten. Eine Schrecksekunde gab es. Ein männliches Tier saß eigentlich ganz ruhig auf dem Boden. Plötzlich kam es auf uns zu und die Guides haben geschrien: move, move, ich drehte mich also um und wollte weggehen, doch ich blieb in irgendeinem stachligem Strang mit meine Haaren hängen. Ich ging weiter in der Hoffnung es würde reißen, was er aber nicht tat. Ich bekam Panik, weil ein riesiger Affe hinter mir war und auf mich zukam und die Guides noch lauter move move sagten. Ich hab so sehr gezogen, wie ich konnte, aber es riss nicht. Zum Glück war der Engländer aus meiner Gruppe noch neben mir und er hat den Strang dann zerrissen und sich dabei noch weh getan. Nochmal gut gegangen. Hilfe :D

Die Tour dauerte 6 h ca. es ging über Stock und Stein, teilweise senkrecht hoch und runter, sodass man sich von Liane zu Liane hangeln musste. Super anstrengend. Nach 5 Minuten Anstrengung war man komplett durchgeschwitzt, da es so heiß war und die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Im Camp angekommen waren wir erstmal Baden. Es war so super schön gelegen an einem kleinen Fluss. Später am Abend wurde für uns gekocht, das war richtig lecker. Abends wurden noch spiele gespielt. Geschlafen haben wir in Zelten. Im Jungle ist es nachts echt laut und ich hab so mittelmäßig gut geschlafen 😂

Am nächsten Tag nach dem Frühstück ging es weiter. Natürlich haben wir auch den Orang Utan Mina getroffen - sie wurde als Baby von ihrem Besitzer schlecht behandelt, nach der Auswilderung ist sie teilweise sehr aggressiv gegenüber Menschen. Zum Glück war sie an diesem Tag mit etwas Obst zufrieden. Übrigens der einzige Affe der gefüttert wird. Das finde ich sehr gut. Und dann haben wir noch eine Mutter mit ihrem Jungen getroffen. Das war vllt süß, wie der kleine rumgeklettert ist. Leider kann ich hier irgendwie keine Videos hochladen 😔

Mina:

Camp:

Außerdem haben wir noch andere Affenarten gesehen, riesige Ameisen, Schmetterlinge, Frösche. Leider keine Schlangen, Spinnen oder Tiger :D

Rückzu ging es dann Reifenrafting im Fluss. Das hat auch Spaß gemacht.

Wieder in der Unterkunft angekommen, habe ich ein paar deutsche kennengelernt. Der eine ist der Leiter des Projekts „Project Wings“. Er möchte aus Plasteflaschen sogenannte Ecobricks herstellen und daraus ein ganzes Dorf bauen. Außerdem möchte er den Leuten ein besseres Umweltverständins vermitteln und das Bewusstsein für Plaste stärken. Super cool. Eigentlich wollte ich am Montagmorgen weiter nach Berastagi, aber ich entschied mich zu bleiben, um evtl. mehr über das Projekt zu erfahren, oder auch mitzuhelfen. Allerdings habe ich heute erfahren, dass es erst Donnerstag weiter geht mit Bäume pflanzen, so viel Zeit hab ich leider nicht.

 

Dennoch bin ich mit 2 Mädels aus dem Team heute in das nächst größere Dorf gefahren und habe mir einen Saron gekauft. Ein schlauchartiges Tuch, was man als Rock oder Kleid oder Schal tragen kann. Er hat voll das schöne Muster und ist Voll praktisch. Danach sind wir mit dem Roller, jeder hatte seinen eigenen Fahrer, zu dem Zuhause des Chefs meiner Unterkunft gefahren. Da haben wir sämtliche Früchte bekommen (Kokosnuss, Zuckerrohr, Litschi und Kakao (ich wusste nicht mal wie Kakao schmeckt oder wie es aussieht) ) , die waren sehr lecker. Dann hieß es, dass wir jetzt Grillen. Die Jungs haben Fische aus dem Teich gefangen (Barsch), ausgenommen und zubereitet. Das sind mal richtige Kerle, wir mussten nix machen und wurden bedient. Haha :D nach einer Weile wurde der Tisch auf dem Boden vorbereitet. Dazu wurde ein großes Bananenblatt ausgebreitet. Darauf kam für jeden ein Klecks Reis. Der Fisch kam in die Mitte. Danach wurde die rechte Hand gewaschen und los ging’s. Die Linke durfte man nicht benutzen,da sie bei Muslimen als unrein gilt. Ich glaub ich hab noch nie mit der Hand gegessen...zumindest keinen Fisch mit Reis. Auf jeden Fall hab ich genau so gekleckert, wie sonst auch. Haha. Das war so ein cooler Tag inmitten von Locals. So schön, dass sie so gastfreundlich sind und uns einfach zu sich nach Hause einladen. Und es hat außerdem super gut geschmeckt. Solche Momente machen das Reisen einfach aus, ich bin so froh, das erlebt zu haben. Danach ging’s zurück ins Dorf. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schön es hier ist und wie gut es mir hier gefällt.

 

 

Leider er kann ich mit Worten nicht beschreiben, wie es hier ist. Aber eins kann ich sagen: ich komme wieder. Am liebsten würde ich hier eine Woche bleiben, leider habe ich die Zeit nicht, da ich meinen Flug nach Malaysia bereits gebucht habe.

Liebe Grüße aus Bukit Lawang

eure Daniela 

 

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